Wuppertal, Schwebebahn & Tuffi

Wuppertal ist vor allem bekannt durch die weltberühmte, von Eugen Langen konstruierte und 1901 offiziell eröffnete Schwebebahn. Die 13,3 Kilometer lange Bahn ist technisch eigentlich eine Hängebahn und wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen der Stadt beziehungsweise der damaligen Städte. Legendär ist die Geschichte des Elefanten Tuffi, der 1950 aus der Schwebebahn in die Wupper sprang. Nun möchte ich auf die einzelnen Punkte etwas tiefer eingehen.

Wuppertal is best known for the world famous suspension railway designed by Eugen Langen and officially opened in 1901. Technically, the 13.3 kilometer long railway is actually a monorail and soon became a symbol of the city respectively the cities at that time. The story of the elephant Tuffi, which jumped from the suspension railway into the Wupper in 1950, is legendary. Now I would like to go into the individual points a little deeper.

Schwebebahn

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Die Schwebebahn ist das wichtigste öffentliche Verkehrssystem im Wuppertal. Die “Einschienenhängebahn System Eugen Langen” ist aus einer 13,3 Kilometer langen, 7 bis 13 Meter hohen Eisen-Konstruktion aus Pfeilern und Brücken gebaut. Man hat aus der Schwebebahn eine interessante Aussicht auf Wuppertal.

Obwohl die Schwebebahn sehr modern aussieht, hat sie eine lange Vergangenheit. Ursprünglich 1824 vorgeschlagen, sollten Wagen von Pferdegespannen am Boden gezogen werden. Ein Prototyp wurde gebaut, aber das System aus politischen Gründen nie umgesetzt. 1898 wurde die Idee einer Einschienenhängebahn wieder aufgegegriffen, diesmal um mit Strom versorgt zu werden. Der Bau begann 1901 und 1903 wurde sie für 16 Millionen Goldmark eröffnet. Kaiser Wilhelm II. machte die Eröffnungsfahrt.

Der Kaiser hatte nichts zu befürchten. Die Schwebebahn war und ist bemerkenswert sicher. Die Wagen pendeln sanft mit den Kurven. Auf die Gleise kann niemand fallen oder springen. Trotzdem sind ein paar Unfälle passiert.

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1903 lief die Schwebebahn Wuppertal mit einer nahezu perfekten Sicherheitsbilanz. 1968 fuhr ein Lastwagen gegen eine Stütze, diese fiel um und mit ihr ein Teil des Gerüstes herunter. 1999, als die Arbeiter eine Metallklaue nicht aus der Schiene entfernten, gab es ein großes Unglück. Eine Bahn fuhr gegen die Klaue, entgleiste und fiel in die Wupper. 5 Menschen wurden getötet und 49 weitere verletzt. Dies war der schlimmste und einzige tödliche Unfall in der Geschichte der Schwebebahn.

Im Jahr 2008 gab es einen kleinen Unfall. Ein LKW mit Kran fuhr ins Profil des entgegenkommenden Zuges. Dabei entstand ein 10 Meter Riss im den Zugboden. Aber bis auf den Fahrer des Lastwagens waren alle Verletzungen geringfügig. Der LKW-Fahrer hatte sich das Bein gebrochen.

The Schwebebahn is the most important public transport system in the Wuppertal. The “Monorail System Eugen Langen” is built from a 13.3 km long, 7 to 13 meter high iron structure made of pillars and bridges. You have an interesting view of Wuppertal from the suspension railway.

Although the suspension railway looks very modern, it has a long history. Originally proposed in 1824, carriages were to be pulled by horses on the ground. A prototype was built, but the system was never implemented for political reasons. In 1898 the idea of a monorail was taken up again, this time to be supplied with electricity. Construction began in 1901 and in 1903 it was opened for 16 million gold marks. Emperor Wilhelm II made the opening trip.

The emperor had nothing to fear. The suspension railway was and is remarkably safe. The cars commute gently with the curves. Nobody can fall or jump on the tracks. Nevertheless, a few accidents have happened.

Since its opening in 1903, the Wuppertal suspension railway has been running with an almost perfect safety record. In 1968 a truck hit a pillar, which fell over and a part of the bridge fell down. In 1999, when the workers did not remove a metal claw from the rail, there was a major accident. A train hit the claw, derailed and fell down into the Wupper. 5 people were killed and 49 others injured. It was the worst and only fatal accident in the history of the suspension railway.

There was a small accident in 2008. A truck with a crane drove into the profile of the oncoming train. This caused a 10 meter crack in the train floor. But all the injuries were minor except for the truck driver. The truck driver got a broken leg.

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Das Tragegerüst wurde von 1997 bis 2010 weitgehend und historisch werktreu erneuert. Gleichzeitig wurden die Haltestellen umgebaut und modernisiert. Die Schwebebahn bleibt damit, nach über 100 Jahren Betriebszeit, ein hochmodernes, sicheres und verhältnismäßig schnelles Nahverkehrssystem, das täglich von über 75.000 Fahrgästen genutzt wird. Durch die Neubauten bspw. der beiden Endbahnhöfe gingen allerdings Aspekte der Historie dieses Bauwerkes verloren.

Die Kurve mit Stütze 100, an der der Übergang von der Lamd- auf die Wasserstrecke ist, wurde, wie auch einige andere entschärft, so daß Schwebebahnen schneller durch die Kurven fahren können.

Die Bahnhöfe der  Landstrecke  sind grün hervorgehoben, die der  Wasserstrecke  sind blau markiert.

The iron structure was extensively and historically renewed from 1997 to 2010. At the same time, the stations were rebuilt and modernized. After more than 100 years of operation, the suspension railway remains a state-of-the-art, safe and relatively fast local transport system that is used by over 75,000 passengers every day. However, aspects of the history of this building were lost due to the new buildings, for example, of the two end stations.

The curve with support 100, where the transition from land to water is, has been defused, as well as some others, so that suspension railways can travel faster through the curves.

The railway stations on the  land route  are highlighted in green, those on the  water route  are highlighted in blue.

  1. Vohwinkel
  2. Bruch
  3. Hammerstein
  4. Sonnborner Straße
  1. Zoo / Stadion
  2. Varresbecker Straße
  3. Westende
  4. Pestalozzistraße
  1. Robert-Daum-Platz
  2. Ohligsmühle
  3. Wuppertal Hbf.
  4. Kluse
  1. Landgericht
  2. Völklinger Straße
  3. Loher Brücke
  4. Adlerbrücke
  1. Alter Markt
  2. Werther Brücke
  3. Wupperfeld
  4. Oberbarmen

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Die Baureihe 1900 bestand aus zwei einzelnen roten Wagen. Davon wurde ein Fahrzeug erhalten. Es ist der Kaiserwagen, der für besondere Anlässe gemietet werden kann.

Danach folgte die Baureihe 1950, die nicht so ausgereigt war, daß die Wagen der vorigen Generation auch noch führen. Die 1950er wurden bereits 1970 ausgemustert.

Im Jahr 1962 gab es ein Experiment, bei dem aus zwei einzelnen Wagen der erste Gelenkzug gebaut wurde. Man lackierte ihn blau udn nannte ihn “Blauer Enzian”.

Jetzt folgten im Jahr 1972 die neuen Gruppentriebwagen (GTW72) im neuen orange-blauen Design, welche bis ins Jahr 2019 fuhren.

Seit 1. August 2019 fahren ausschließlich die neuen Wagen der Generation 15.

Mit den neuen Bahnen (Generation 15) wurde auch ein neues Betriebssystem eingeführt.

The 1900 series consisted of two individual red cars. A vehicle was obtained from this. It is the Kaiserwagen that can be rented for special occasions.

This was followed by the 1950 series, which was not so sophisticated that the cars of the previous generation still run. The 1950s were retired in 1970.

In 1962 there was an experiment in which the first train was built which was joined from two individual cars. It was painted blue and called “Blauer Enzian”.

The new group cars (GTW72) with the new orange-blue design followed in 1972 and continued until 2019.

Since August 1, 2019, only the new generation 15 cars have been driving.

With the new railways (generation 15), a new operating system was also introduced.

Tuffi

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Der bizarrste Unfall der Schwebebahn war der Sturz eines dreijährigen Zirkuselefanten namens Tuffi aus der Schwebebahn. Es geschah nahe der Haltestelle Adlerbrücke.

Am 21. Juli 1950 gab es eine Werbefahrt des Zirkus Althoff mit Tuffi, einen jungen, tonnenschweren Elefanten. Wie sich herausstellte, war das ein Fehler. Während der Fahrt geriet Tuffi in Panik und durchbrach durch die Seite der Bahn. Er fiel etwa 9 Meter tief. Zum Glück befand sich der Zug zu dieser Zeit über der Wupper und sie fiel ins Wasser. Der Elefant, zwei Journalisten und einem Passagier wurden nur geringfügig verletzt. Tuffi lebte weitere 39 Jahre.

Die Stelle, an der Tuffi aus der Schwebebahn gefallen ist, wurde durch ein Gemälde eines Elefanten auf einem nahe gelegenen Gebäude gekennzeichnet. Es gab ein Milchwerk namens Tuffi, das wurde aber aufgekauft.

The most bizarre suspension railway accident was the fall of a three-year-old circus elephant named Tuffi out of the railway. It happened near the station Adlerbrücke.

On July 21, 1950, there was an advertising trip by the Althoff Circus with Tuffi, a young elephant weighing several tons. It turned out to be a mistake. As they drove, Tuffi panicked and broke through the side of the train. He fell about 9 feet deep. Fortunately, the train was over the Wupper at that time and it fell into the water. The elephant, two journalists and a passenger were only slightly injured. Tuffi lived for another 39 years.

The place where Tuffi fell from the suspension railway was marked by a painting of an elephant on a nearby building. There was a dairy called Tuffi, but it was bought up.

Wupper

27 Quellen (in einem Hochmoor), 113 Kilometer Länge, 397 Meter Höhenunterschied (431 Meter ü. NN an der Quelle)

27 springs (in a raised bog), 113 kilometers long, 397 meters altitude difference (431 meters above sea level at the source)

Eine virtuelle Reise von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein

In der Ortschaft Börlinghausen finden sich 27 einsame Quellen zur Wupperquelle zusammen, wobei sie sich hier noch Wipper nennt. Wir passieren Holzwipper und kommen in die Stadt Marienheide. Das malerische Wipperfürth erwartet uns als nächstes. Hier ändert die Wipper ihren Namen und nennt sich jetzt Wupper. Es geht weiter nach Hückeswagen. Auf der Strecke lagen bisher die Brucher-, Lingese-, Kerspe-, und Scherelinger Talsperre, nun geht’s vorbei an der Bevertalsperre. Die Wuppertalsperre und Radevormwald erwarten uns als nächstes. Jetzt geht’s ins Wuppertaler Stadtgebiet, der Stadtteil Beyenburg erwartet uns. Von Oberbarmen aus begleitet uns nun die Schwebebahn über unseren Köpfen. Das Wahrzeichen der Stadt verläßt uns erst wieder am Zoo. Eine weitere technische Meisterleistung sehen wir, wenn wir in Müngsten nach oben schauen. Eine 107 m hohe und 500 m lange Eisenbahnbrücke, die Müngstener Brücke, sie verbindet die Städte Remscheid und Solingen. In Solingen finden wir den ehemaligen Sitz der Grafen von Berg, Schloß Burg. Es geht weiter nach Leichlingen und treffen schon bald in Leverkusen ein. Mit einem Blick auf das Kreuz der Bayer AG verabschieden wir uns von der Wupper, die sich nun mit dem Rhein vereint.

A virtual journey from the source to the mouth of the Rhine

In the locality of Börlinghausen there are 27 lonely springs to the Wupper spring, where it is still called Wipper. We pass Holzwipper and come to the city of Marienheide. The picturesque Wipperfürth awaits us next. Here the Wipper changes its name and is now called Wupper. It continues to Hückeswagen. Previously the Brucher, Lingese, Kerspe and Scherelinger dams were on the route, now it’s past the Bevertalsperre. The Wuppertalsperre and Radevormwald await us next. Now it’s off to the Wuppertal area, the Beyenburg district awaits us. From Oberbarmen, the suspension railway now accompanies us above our heads. The city’s landmark leaves us again at the zoo. We see another technical masterpiece when we look up in Müngsten. A 107 m high and 500 m long railway bridge, the Müngstener Brücke, connects the cities of Remscheid and Solingen. In Solingen we find the former seat of the Counts of Berg, Burg Castle. It continues to Leichlingen and will soon arrive in Leverkusen. With a look at the Bayer AG cross, we say goodbye to Wupper, which is now merging with the Rhine.

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